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Microsoft 365 sicher nutzen: 7 Einstellungen, die die meisten KMU ignorieren

5. April 2025·5 Min. Lesezeit·Peter Gastrop

Microsoft 365 ist das meistgenutzte Cloud-Paket in deutschen KMU – und das aus gutem Grund. Teams, Outlook, SharePoint und OneDrive in einer Plattform, überall verfügbar, immer aktuell. Doch viele Unternehmen nutzen M365 mit den Werkseinstellungen – und verschenken damit einen erheblichen Teil des eingebauten Sicherheitspotenzials.

Warum Standardeinstellungen nicht reichen

Microsoft konfiguriert M365 so, dass es für möglichst viele Unternehmen sofort benutzbar ist. Das bedeutet: Kompromisse bei der Sicherheit zugunsten der Benutzerfreundlichkeit. Admins müssen aktiv eingreifen, um das volle Schutzniveau zu aktivieren.

7 Einstellungen, die einen Unterschied machen

1. MFA für alle Konten aktivieren

Nicht nur für Administratoren – für jeden Nutzer. Laut Microsoft werden 99,9 % der kompromittierten Konten durch MFA geschützt. Sicherheitsstandards (Security Defaults) aktivieren, oder noch besser: Conditional Access Policy anlegen.

2. Legacy-Authentifizierung blockieren

Alte Protokolle wie IMAP, POP3 und SMTP AUTH unterstützen kein MFA – Angreifer nutzen sie gezielt, um MFA zu umgehen. In Conditional Access blockieren, außer für explizit benötigte Ausnahmen.

3. Admin-Konten trennen

Niemand sollte mit seinem Adminkonto täglich arbeiten. Separate Konten für administrative Aufgaben verhindern, dass ein Phishing-Angriff direkt globale Adminrechte liefert.

4. Defender for Office 365 konfigurieren

Safe Links und Safe Attachments prüfen Links und Anhänge in Echtzeit – auch bei bereits zugestellten E-Mails. Anti-Phishing-Richtlinien schützen vor Spoofing und Impersonation-Angriffen.

5. Externe Weiterleitungen deaktivieren

Standardmäßig können Nutzer E-Mails automatisch an externe Adressen weiterleiten. Das ist ein beliebter Trick bei kompromittierten Konten: Angreifer leiten Mails an sich selbst weiter – still und unbemerkt. Im Exchange Admin Center deaktivieren.

6. Audit-Log aktivieren und aufbewahren

Das Unified Audit Log protokolliert alle Aktivitäten in M365. Ohne es ist im Ernstfall keine forensische Analyse möglich. Mindestens 90 Tage, besser 1 Jahr aufbewahren.

7. Privileged Identity Management (PIM)

Mit PIM werden Adminrechte nicht dauerhaft vergeben, sondern bei Bedarf für einen begrenzten Zeitraum aktiviert – mit Genehmigung und Protokollierung. Verfügbar ab M365 E3 / Azure AD P2.

Wo anfangen?

Der Microsoft Secure Score im Security Center zeigt Ihnen den aktuellen Stand und priorisiert Verbesserungsmaßnahmen. Ein guter Ausgangspunkt – aber kein Ersatz für eine individuelle Konfigurationsprüfung.

Ich führe M365-Security-Reviews durch und setze die notwendigen Einstellungen gemeinsam mit Ihnen um – ohne Betriebsunterbrechung.

Fragen zu diesem Thema? Ich helfe Ihnen gerne weiter.

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